Vom Experiment zum Werttreiber: Zentrale Erkenntnisse aus dem KPMG CEO Outlook 2025

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Einleitung

Künstliche Intelligenz (KI) dominiert seit geraumer Zeit die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse. Doch während in den vergangenen Jahren oft der Hype und das technische Potenzial im Vordergrund standen, markiert das Jahr 2025 einen entscheidenden Wendepunkt in der Wahrnehmung der Führungsetagen. Es geht nicht mehr um das „Ob“ oder das „Wie faszinierend“, sondern schlichtweg um das „Wie rentabel“.

In einem wirtschaftlich volatilen Umfeld suchen Unternehmen nach stabilen Ankern für Wachstum und Effizienz. Genau hier setzt der aktuelle KPMG CEO Outlook 2025 an. Die Studie, die als empirisches Fundament dieses Artikels dient, liefert belastbare Zahlen dazu, wie sich die Einstellung von Top-Entscheidern weltweit und speziell in Deutschland gewandelt hat.

Basierend auf einer Umfrage unter 1.350 C-Level-Entscheidern weltweit – darunter 125 CEOs aus Deutschland – zeichnet der Report ein klares Bild: Die Spielwiese ist geschlossen, die Phase der ernsthaften Wertschöpfung hat begonnen. In diesem Beitrag analysieren wir die Kernergebnisse der Studie und ordnen ein, was dieser Strategiewechsel für die deutsche Unternehmenslandschaft bedeutet.


KI als strategischer Werttreiber statt technischem Experiment

Lange Zeit wurde Generative AI und Machine Learning primär in Innovations-Labs oder isolierten IT-Abteilungen verortet. Pilotprojekte dienten dazu, die Technologie kennenzulernen, oft ohne direkten Druck auf die Bilanz. Die Ergebnisse des KPMG CEO Outlook 2025 zeigen jedoch eine fundamentale Verschiebung dieser Perspektive.

Was die Studie sagt:

Laut den befragten CEOs ist KI für deutsche Unternehmen kein vages Zukunftsversprechen mehr. Sie wird heute gezielt eingesetzt, um drei harte betriebswirtschaftliche KPIs zu verbessern:

  • Entscheidungsqualität
    Datengestützte Analysen statt Bauchgefühl
  • Produktivität
    Automatisierung von Routineaufgaben
  • Profitabilität
    Direkter Einfluss auf die Marge

Die Studie unterstreicht, dass „Kreative Spielwiesen“ und reine Forschungsprojekte massiv an Bedeutung verlieren. Stattdessen wandert das Thema KI aus der technischen IT-Ecke direkt in die P&L-Verantwortung (Profit & Loss) des Top-Managements.


Kontextuelle Einordnung

Diese Verschiebung ist logisch und notwendig. In einer Phase, in der viele Branchen mit Fachkräftemangel und hohen Energiekosten kämpfen, kann sich kaum ein Unternehmen den Luxus leisten, Technologien ohne klaren Business Case zu betreiben. Die „Operationalisierung“ von KI ist somit der natürliche nächste Schritt im Reifegrad-Zyklus der Technologie (Gartner Hype Cycle), bei dem nach der Euphorie nun die produktive Normalität einkehrt.


Investitionsbereitschaft in Krisenzeiten: Ein klares Signal

Besonders bemerkenswert sind die Erkenntnisse der Studie hinsichtlich der Budgetallokation. Normalerweise führen konjunkturell anspruchsvolle Phasen – wie wir sie aktuell in Teilen der deutschen Wirtschaft erleben – zu einer Zurückhaltung bei Investitionen, insbesondere bei neuen Technologien.

Was die Studie sagt:

Die Zahlen des KPMG CEO Outlooks sprechen eine andere Sprache und belegen eine antizyklische Investitionsfreude im Bereich KI:

  • Priorität
    Rund zwei Drittel (ca. 66 %) der deutschen CEOs setzen KI ganz oben auf ihre Investitionsliste, ungeachtet der eingetrübten Wirtschaftslage.
  • Budget-Volumen
    Vier von fünf CEOs (80 %) sind bereit, kurzfristig mindestens 10 % ihres Gesamtbudgets dediziert für KI einzuplanen.

Kontextuelle Einordnung

Dass Führungskräfte bereit sind, ein Zehntel des Gesamtbudgets auf eine einzelne Technologiekategorie zu setzen, ist ein Indikator für den enormen Druck, aber auch für die Hoffnung, die auf KI ruht. Es verdeutlicht, dass KI nicht als Kostenfaktor, sondern als wesentlicher Hebel zur Krisenbewältigung gesehen wird. Unternehmen, die jetzt nicht investieren, laufen Gefahr, in der nächsten Aufschwungphase technologisch abgehängt zu sein.


ROI-Erwartung: Schnelle Ergebnisse gefordert

Mit hohen Investitionen steigen zwangsläufig die Erwartungen an die Rendite. Die Zeiten geduldiger Kapitalgeber, die jahrelange Entwicklungsphasen ohne monetären Rückfluss akzeptieren, scheinen im Kontext der KI-Implementierung in etablierten Unternehmen vorbei zu sein.

Was die Studie sagt:

Der KPMG CEO Outlook 2025 hebt hervor, dass die Geduldsfäden kurz sind. Die Mehrheit der befragten CEOs in Deutschland erwartet einen Return on Investment (ROI) innerhalb von unter 3 Jahren.

Wer heute investiert, will Wirkung sehen – und zwar schnell. Die Hauptvorteile, die sich die CEOs versprechen und an denen der Erfolg gemessen wird, sind:

  1. Höhere Profitabilität.
  2. Bessere Entscheidungs- und Datenanalyse.

Kontextuelle Einordnung

Ein ROI-Horizont von weniger als drei Jahren ist für komplexe IT-Transformationsprojekte ambitioniert. Dies deutet darauf hin, dass der Fokus stark auf „Low-Hanging Fruits“ liegen dürfte – also Anwendungsfällen, die sich schnell implementieren lassen und sofortige Effizienzgewinne abwerfen (z. B. im Kundenservice, in der Programmierung oder in der automatisierten Dokumentenerstellung), bevor komplexere, tiefgreifende Strukturveränderungen angegangen werden.


Fazit – Key Takeaways

Der KPMG CEO Outlook 2025 markiert das Ende der Experimentierphase und den Beginn der Ära der KI-Rentabilität. Für Entscheider ergeben sich aus den Daten folgende Kernpunkte:

  • Strategischer Fokus
    KI ist Chefsache und gehört in die P&L-Verantwortung, nicht mehr nur in das IT-Labor.
  • Budget-Priorität
    Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt KI das Top-Investitionsziel; Budgets von über 10 % sind keine Seltenheit.
  • Zeitdruck
    Der ROI wird innerhalb von weniger als 3 Jahren erwartet, was den Fokus auf schnell umsetzbare, effizienzsteigernde Use Cases lenkt.
  • Zielsetzung
    Es geht primär um Entscheidungsqualität und Profitabilität, nicht um technologische Spielerei.

Die Studie zeigt deutlich: Wer KI heute noch als optionales Gadget betrachtet, handelt gegen den Marktrend und riskiert die Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Den vollständigen Report können Sie direkt bei KPMG herunterladen: KPMG CEO Outlook 2025

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